DSW 1912 Darmstadt
Stand: 31.07.2001 – Helmuth Kempf
– Bilanz eines erfolgreichen Schwimmklubs –

Drei Weltrekorde, 160 Deutsche Rekorde, - davon 145 seit 1955 -, 118 Deutsche Meisterschaften, - davon 111 seit 1954 -, 229 Süddeutsche Meisterschaften seit 1952 und nicht weniger als 920 Hessische Meisterschaften seit 1951 – das ist die Erfolgsbilanz der Schwimmabteilung des DSW 1912 Darmstadt, der außerdem über eine Wassersport-, eine Volleyball- und eine sehr erfolgreiche Triathlon-Abteilung verfügt.

Besonders stolz ist man auf den sechsmaligen Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft bei den Herren (1960-1963, 1965 und 1966) und den Titelgewinn der Damen 1973 in der 1970 gegründeten Schwimm-Bundesliga.

Im Jugendbereich wurden bislang 144 Deutsche Jugend- und Jahrgangsmeisterschaften, sowie 20 Deutsche Mannschaftsmeisterschaften gewonnen. Außerdem wurden 221 Deutsche Jahrgangsrekorde aufgestellt.


45 Schwimmerinnen und Schwimmer des DSW 1912 Darmstadt erhielten insgesamt 293 Berufungen in Deutsche Nationalmannschaften.

Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne gehörten Ingrid Künzel und Hans Köhler der gesamtdeutschen Mannschaft an. 1960 waren Uwe Jacobsen und Hans-Joachim Klein in Rom dabei und 1964 standen mit Traudi Beierlein, Uwe Jacobsen und Hans-Joachim Klein sogar drei DSW-Schwimmer in der gesamtdeutschen Olympiamannschaft in Tokio. Heike Hustede und Werner Freitag waren 1968 in Mexico-City im Olympiaaufgebot, während Heike Hustede-Nagel und Andreas Weber 1972 die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen in München vertraten. Peter Lang war 1984 Olympiateilnehmer in Los Angeles, während ihm, genau wie Thomas Lebherz, 1980 die Olympiateilnahme in Moskau durch den bundesdeutschen Boykott versagt blieb.

Uta Schütz war 1973 Teilnehmerin an den ersten Schwimm-Weltmeisterschaften in Belgrad. 1975 stand Angela Steinbach in Cali (Kolumbien) im deutschen WM-Aufgebot. Thomas Lebherz und Hans Pfeffer nahmen 1978 an den Weltmeisterschaften in Berlin teil und Peter Lang war 1982 Teilnehmer an den vierten Weltmeisterschaften im Guayaquli (Ecuador). André Schadt gewann 1986 bei den Weltmeisterschaften in Madrid, an denen auch Thomas Lebherz teilnahm, Silber mit der 4x100 m-Lagenstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes(DSV).

Mit drei Silbermedaillen in den gesamtdeutschen Staffeln über 4x100 und 4x200 m-Freistil und 4x100 m Lagen und einer Bronzemedaille über 100 m Freistil war Hans-Joachim Klein Europas erfolgreichster Schwimmer der Olympischen Spiele 1964 in Tokio. Uwe Jacobsen kehrte mit einer Silbermedaille über 4x100 m-Freistil aus Japan zurück und war als „zweitbester Darmstädter“ immerhin Achter im olympischen Finale über 100 m Freistil.

Hans-Joachim Klein schwamm während seiner sportlichen Laufbahn Weltrekorde über 200 m Freistil und 200 Yards Freistil.

Am 12. Juli 1991 stellte der DSW 1912 vor heimischer Kulisse im clubeigenen 50 m-Freibad in Darmstadt einen Weltrekord über 100x100 m Freistil auf. Die Zeit von 1 Stunde 42 Minuten und 28,6 Sekunden hatte lange Bestand im „Guiness-Buch der Rekorde“.

Heike Hustede gewann 1968 in Mexico mit der 4x100 m-Lagenstaffel als Schmetterlingsschwimmerin die Bronzemedaille. Schon 1966 sorgte sie im holländischen Utrecht mit ihrer Silbermedaille über 100 m Schmetterling für die einzige Medaille des DSV. Bronze gabs für sie noch einmal 1970 bei den Europameisterschaften in Barcelona, als sie im Alter von 24 Jahren mit der bundesdeutschen Lagenstaffel Dritte wurde.

1974 gehörten Uta Schütz und Angela Steinbach zum DSV-Aufgebot bei den Europameisterschaften in Wien und 1981 waren Peter Lang und Thomas Lebherz EM-Teilnehmer im jugoslawischen Split.

1985 wurde Thomas Lebherz in Sofia (Bulgarien) als Rückenschwimmer mit der 4x100 m-Lagenstaffel Europameister, was auch André Schadt mit der 4x100 m-Freistilstaffel gelang. 1989 wiederholte André Schadt in Bonn diesen Erfolg noch einmal.

Thomas Lebherz, der acht Deutsche Rekorde über 200 m Rücken erzielte und mit 170 (!) Jahrgangsrekorden erfolgreichster deutscher Jugendschwimmer aller Zeiten ist, vertrat die deutschen Farben 29mal, davon 20mal in der A-und B-Nationalmannschaft. Bei den Jugend-Europameisterschaften in Oslo erkämpfte er sich gegen zwei Jahre ältere Konkurrenten zwei Bronzemedaillen im 100- und 200 m-Rückenschwimmen. 1978 in Florenz war er mit mehreren Silber- und Bronzemedaillen erfolgreichster deutscher Teilnehmer der Jugend-EM. Hans-Joachim Klein war von 1958 bis 1966 21mal Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, je 16mal vertraten Ingrid Künzel (1954-1960) und Uwe Jacobsen (1959-1966) die deutschen Farben. 15mal gehörte Traudi Beierlein (1960-1965) und 14mal Heike Hustede-Nagel (1968-1972) der Nationalmannschaft an. Je zwölfmal vertraten Hans Köhler (1954-1957), Peter Lang (1980-1985) und André Schadt (1983-1991) die deutschen Farben, während Anke Janssen von 1981 bis 1985 elfmal für den DSV im Einsatz war.

Immerhin acht Einsätze in der National- und Jugend-Nationalmannschaft hatten Friedel Berges (1924-1929), Werner Freitag (1968-1971), Andreas Weber (1968-1975), Robert Tentscher (1970-1976), Michael Dettelbacher (1974-1978), Marc Vaupel (1978-1983) und Katja Kumpf (1981-1985).

Vaupel war 1978 Teilnehmer an den Jugend-Europameisterschaften in Florenz, Katja Kumpf gewann bei den Jugend-Europameisterschaften 1982 in Innsbruck und 1983 in Mulhouse/Frankreich je eine Bronzemedaille.

1962 wurde der DSW 1912 Darmstadt anläßlich seines 50jährigen Bestehens als erster deutscher Sportverein vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, nachdem diese höchste Ehrung im deutschen Sport vorher nur Einzelsportlern und Nationalmannschaften zuteil wurde.

1977, 1982 und 2000 zeichnete der Deutsche Schwimm-Verband den DSW 1912 für die erfolgreichste Jugendarbeit aus.